Autor: Freundeskreis Westerwald

  • Drogenseminar Drogen und Medikamente

    38 Interessierte aus  7 Freundeskreisen konnten wir am Sonntag begrüßen. Wie begegnen wir in den Freundeskreisen Drogen + Medikamenten Abhängigen war das Thema. Viele Freundeskreise sind doch noch sehr von reinen Alkoholikern geprägt. Sucht ist gleich Sucht heißt es zwar, aber stimmt das auch in der Realität? Wird nicht schnell ein Junkie, vielleicht auch noch tätowiert, in eine Schublade gesteckt? “ Alkohol ist nicht so schlimm, aber lass bloß die Finger von Drogen, dann wirst Du am Ende noch kriminell“ …eine beliebte Aussage auch aus dem Elternhaus raus. Stimmt das? Viele Informationen von unserer Referentin  Marie Christin Müller, Suchttherapeutin und systemische Beraterin, zeigten uns ein anderes Bild. Es gibt kein besser oder schlimmer.  Gewalt in Familien  gibt es oft unter Alkoholeinfluss, bei vielen tödlichen Unfällen ist Alkohol im Spiel……Für uns in den SHG´s ist es vielleicht wichtig zu wissen, wie welche Droge wirkt. Aufputschend oder dämpfend. Wichtiger ist aber doch die Frage: für welche Gefühls Defizite wird das Suchtmittel eingesetzt? Diesen Kreislauf heißt es doch zu unterbrechen für ein zufriedenes suchtfreies Leben. Das hier ist nur ein kurzer Abriss eines interessanten und informativen Seminares. Es wird auch im nächsten Jahr bestimmt eine Wiederholung geben.

  • Das ist Freundeskreis,

     …wo Einer dem Anderen hilft!

  • So fing alles an…..

    Jetzt noch bewerben: Frist für den Ideen-Wettbewerb „Ehrenamt 4.0“ endet in Kürze

    Noch bis zum 5. September läuft die Ausschreibungsfrist des diesjährigen Ideen-Wettbewerbs „Ehrenamt 4.0“. Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich mit Ihren digitalen Lösungen im und für das Ehrenamt! Gesucht werden Organisationen, Projekte oder Initiativen, die ehrenamtlich getragen sind und digital oder mit digitaler Unterstützung neue Wege beschreiten.

    Die eingehenden Bewerbungen und Vorschläge werden durch eine unabhängige Jury bewertet. Die Preisverleihung durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer findet im Rahmen einer Feierstunde am 12. November 2022 in der Staatskanzlei in Mainz statt.

    Darauf hin haben wir uns beworben…..

    Ehrenamt 4.0

    Gut zwei Jahre Corona bedingte Einschränkungen. Was bedeutete

    das für die Suchtselbsthilfe?  Keine „ normalen“ Gruppenstunden am Anfang. 

     Aber die Umstände mit Home-Office, Homeschooling…..legten in vielen Familien das

     Problem der Suchtmittelabhängigkeit, egal von wem, offen.

    – Es gab vermehrt Hilferufe per Telefon.

    – Die Suchtberatungsstellen waren überlastet.

    – Jetzt war die Initiative der Gruppenbegleiter*innen in den Selbsthilfegruppen

       gefragt.

         – Präsenz in den regionalen Zeitungen mit Artikeln über Sucht, Hilfsangebote für Angehörige, Hinweise wie wir zu erreichen waren.

          – Gespräche mit den Hausherren der Gruppenräume, das wir uns so schnell wie möglich wieder Corona konform „ zur normalen Gruppenstunde „ treffen konnten.

          – über Whats App Gruppenstunde gemacht, immer wieder Kontakt mit den Gruppenmitgliedern gehalten..

         –  oder das digitale Netzwerk (Videokonferenz)  zur Gruppenstunde genutzt.

         —  doch viele hatten gar nicht die Gerätschaften dafür. Also musste auch dort improvisiert werden.

         – „ das kann ich nicht, das verstehe ich nicht“ wurde durch telefonische Hilfe entkräftet

         – Laptops wurden von Familienangehörigen eingerichtet.

         – es war ja auch eine finanzielle Frage: kann ich mir einen Laptop leisten?

         – und vor allem auch die „ neuen Hilfesuchenden“ mit einzubinden war eine der wichtigsten Arbeiten.

         – „nicht schauen was nicht geht, sondern schauen was ist machbar“ war der Satz, der uns immer wieder angespornt hat.

       – einfach bei den Hilfesuchenden vorbeifahren und mit Abstand miteinander reden             ( Benzin war ja da noch billig)

       – sich in der Natur treffen , zusammen mit Abstand spazieren gehen und reden

       –  Dank der Initiative der Gruppenbegleiter*innen gab es nur wenige Rückfälle

       –  und trotz Einschränkungen konnten auch viele neuen Hilfesuchenden abstinent oder clean werden.

       –  digital ist es auch möglich, der Vereinsamung vieler älterer Gruppenmitglieder entgegen zu wirken, sie in der Abstinenz zu unterstützen und am sozialen Leben teilnehmen zu lassen.

    Und das passierte:

                            Zur Preisverleihung laden wir Sie herzlich ein.

                                                     12.November 2022

                                                   10:00 Uhr- 12:00 Uhr

                                                Festsaal der Staatskanzlei,

                                      Peter-Altmeier-Allee 1, 55116 Mainz

    Laudatio:   Nicht schauen was nicht geht, schauen was geht und tun!

    Da durch Einschränkungen während der Corona-Pandemie oftmals keine Gruppenstunden in der Suchtkrankenhilfe in Präsenz stattfinden konnten, hat der „Freundeskreis Westerwald, Verein für Suchtkrankenhilfe“ virtuelle Gruppenstunden durchgeführt und dadurch den Kontakt zu den Gruppenmitgliedern gehalten. Rückfälle konnten vermieden und weitere Hilfesuchende eingebunden werden.

  • WIR zeigen UNS!

     Uns gibt es auch! 

     Hilfe für Mitbetroffene in einer Suchtfamilie!

    Jeder Süchtige hat auch eine*n Partner*in, Eltern, Kinder, Freunde.  Diese sind hilflos, fühlen sich  schuldig+ verantwortlich,  sind enttäuscht+ verletzt.

    WIE KOMME ICH DARAUS?

    Wenn jemand sich damit identifiziert  dann sollte er/ sie mutig sein und sich trauen Hilfe zu suchen.

    Raus aus dem Hamsterrad und aktiv werden. Der Freundeskreis Westerwald begleitetAbhängige und Mitbetroffenen gleichermaßen.

    Warum hängt mein Selbstbild so stark mit  meinem Selbstwert zusammen?

    Wie hängt mein Selbstbild mit dieser CO- Abhängigkeit zusammen?

    Auch für uns gilt:

    Nur Du alleine schaffst es, aber Du schaffst es nicht alleine!

  • Ergebnisse des Holz-Workshops

                                    

    bei den Suchttagen vom Landesverband der Freundeskreise in Hessen.

  • Öffentlichkeitsarbeit zur Suchtwoche 2022

    Freundeskreis Westerwald zusammen mit der Wekiss in Westerburg.

    Unter dem Motto “ Suchtselbsthilfe“ waren wir in Westerburg auf dem Marktplatz präsent.

    Es geht bei solcher Öffentlichkeitsarbeit nicht darum, jemanden zu „bekehren“ der am Stand stehen bleibt. Einfach präsent sein und demonstrieren:  es gibt Hilfe wenn Ihr mutig seit……Einige Besucher blieben stehn und waren interessiert, andere schielten nur mit einem Auge. Die Scham ist einfach da: es könnte mich ja einer an dem Stand der Suchtselbsthilfe stehen sehen und sich fragen: was sucht der da, hat der etwa ein Problem? Und dennoch, dieses einfach nur kurz hinsehen bleibt bei vielen im Kopf hängen.

    Es waren schöne Stunden mit den Vertretern*innen der Wekiss, und es gab einen regen Austausch untereinander. Danke dafür.

  •  „ Innere Stärken erkennen, erweitern und  gezielt einsetzen!“

                                      

    Alle Welt redet von Resilienz- machen WIR sie heute  für  UNS erlebbar?!?!

    Das war das Thema  beim Frauentreff vom Freundeskreis Westerwald. Gerade in der heutigen Zeit mit all den Krisenherden im Umfeld von jedem einzelnen ein wichtiges Thema. Ute Heinigk, Ressorcendedektivin, war für uns die passende Referentin dafür.  Blickwäscherin steht auch auf Ihrer Webseite. Gerade das war unsere Hauptaufgabe: durch intensive Gruppenarbeit zu den Themen: was verstehe ich unter Resilienz, was bedeutet sie für mich, ICH habe immer die Wahl  ob ich mich über eine Sache ärgere oder daraus lerne. Stimmt das?  Werden Resilienzen in der Kindheit geprägt, und wenn kann ich sie später für mich verändern? Ja, durch eine positive Einstellung, viele Gespräche mit Gleichgesinnten, nach vorne schauen, mutig sein andere Wege zu gehen, Hilfe suchen und auch annehmen, aus Fehlern lernen, mir eine Chance geben. „ Probleme sind auf den Kopf gestellte Lösungen“.

    Fazit: in uns allen stecken  innere Stärken, manche sind verschüttet und müssen ans Licht geholt werden, andere „einfach“ erkannt und gefördert werden.

    Ein Satz der mir von einem früheren Seminar mit U. Heinigk im Kopf geblieben ist: gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren. Mit meiner Sprache und meinem Denken kann ich mein Wohlbefinden beeinflussen.

    Es war wieder eine Bereicherung an dieser Veranstaltung vom Freundeskreis Westerwald, Verein für Suchtkrankenhilfe, teilgenommen zu haben.

  • Corona und die Weihnachtsfeiern

                     

    Nicht schauen was nicht geht, sondern was ist machbar. Weihnachtsfeier drinnen ist schlecht machbar, also wie voriges Jahr ausfallen lassen? Nein, sagten sich die aktiven Teilnehmer der Selbsthilfegruppe für Suchtmittelabhängige und Ihren Partnern vom Freundeskreis Westerwald aus der Gruppe Hachenburg. Wir brauchen den Kontakt mit Gleichgesinnten, wir möchten ein geselliges Beisammensein ohne Glühweingeruch und anderen Suchtmitteln.

    Gerade die Weihnachtszeit mit allen positiven wie negativen Emotionen ist für Abhängige oft eine Gratwanderung. Abstinenz oder Rückfall? Die Erwartungshaltung zum Fest der Liebe, Glühweinduft in der Luft, die Werbung suggeriert nur fröhliche und intakte Familien. Und gerade das ist bei manchen Abhängigen nicht der Fall.

    Also wurde ein Weihnachtsgrillen organisiert. Die Grillhütte Altstadt ist auch im Winter

    offen und war ideal für einige schöne Stunden zum Kraft tanken, lachen, Wichteln und sich auszutauschen.

    Psychologischer Psychotherapeut Roland Brenner, Fachteamleiter der Suchtberatung von der Caritas in Betzdorf, war unserer Einladung  gefolgt und konnte viele seiner Klienten*innen begrüßen. Auch für die „ hauptamtlichen“ ist es eine persönliche Freude zu sehen, das Menschen es mit Mut zur Ehrlichkeit in Bezug auf ihre Abhängigkeit schaffen, ein suchtfreies Leben mit allen Höhen und Tiefen zu führen. Und mit dem regelmäßigen Besuch einer Selbsthilfegruppe.

    Die FK Gruppe Hachenburg trifft sich auch „ zwischen den Jahren“ wie gewohnt im ev. Gemeindehaus in der Altstadt zu ihrer normalen Gruppenstunde. 

    Suchtmittelabhängigkeit ist eine Krankheit die nicht heilbar ist, aber zum Stillstand gebracht werden kann.

    Dafür braucht es Mut und die Selbsthilfegruppe. Nur Du alleine schaffst es, aber nicht alleine!

    Infos unter freundeskreis-westerwald.de, oder einfach anrufen 02688/620

                                                                                                                02602/77219

                                                                                                                01512/7088938

    Wir sind auch an den Feiertagen erreichbar. Wenn grad in dem Moment niemand ans Telefon geht, bitte Nachricht auf den AB, wir rufen zurück. Sei mutig, auch Du schaffst es …..

  • „Welche Illusion steckt in welcher Droge“

    war das Thema eines Tagesseminares vom Freundeskreis Westerwald. Dazu eingeladen war die Suchttherapeutin und systemische Beraterin Christine Müller.

    Frau Müller kennt die Arbeitsweise vom Freundeskreis Westerwald und seinen Selbsthilfegruppen schon von vorhergehenden Seminaren.

    Zu Beginn war die Präsentation einiger Drogen sowie die „Hilfsmittel“ welche zur Streckung der jeweiligen Substanzen eingesetzt werden um beim Dealen so viel wie möglich an Gewinn zu erzielen.

    Und gerade das ist so gefährlich bei dem Konsum, da der Konsument nie genau weiß womit die Droge gestreckt wurde.

    Die Unterscheidung von stoffgebundender  Abhängigkeit (Cannabis, Alkohol, Amphetamine, Kokain Medikamente…) sowie nicht stoffgebundender Abhängigkeit (PC, Arbeit, Esssucht, Handy, Spielsucht Co-Abhängigkeit) war das nächste Thema. Meist werden Kombinationen von verschiedenen stoffgebundenen Suchtmittel konsumiert: Eines zum Puschen und eines zum runterkommen. Ein gutes Beispiel brachte Frau Müller mit einer großen Packung Celebration( kleine Schokoriegel). Jeder durfte sich etwas aussuchen was er gerne mochte und so ist es mit den Suchtmitteln: jeder findet das, womit er am besten die Wirkung erreicht und was er  glaubt für sich zu benötigen. Was oder wie der Weg in die Abhängigkeit führt, musste nicht näher Erläutert werden:

    ( Selbstwert, sozialer Druck, Neugier…)

    Doch wie sieht es mit der immer wieder in der Politik diskutierten Frage der Legalisierung von Cannabis aus? Das ist ein Thema was ja auch die Selbsthilfe beschäftigt. Gerade bei jungen Menschen welche noch in der Entwicklung stehen kann der Konsum von Cannabis ungeahnte Spätfolgen haben:

    Verminderte Reaktionen, Merkfähigkeit, Depressionen Lungenfunktionsstörungen… In Kombination mit Amphetaminen, Kokain oder Crystal Meth kann es zu Psychosen und Angststörungen kommen.  Legale Abgabe an das Alter gebunden?

    Wir in den Selbsthilfegruppen sollten in unserer Haltung offen dafür sein, das ein Drogenabhängiger eventuell keine Drogen mehr nimmt, aber Alkohol konsumiert um vorrübergehend verschiedenen Situationen aushalten zu können. Oder auch die Einnahme von Antidepressiva (z.B. nach einer Psychose) über einen längeren Zeitraum von Nöten ist. Jungen Drogenabhängigen fehlt oftmals die Perspektive, wenn sie clean werden: kein Beruf, soziale Kontakte außerhalb der Szene sind gleich null, ein strukturierter Alltag ist kaum möglich, 8 Std. arbeiten für Geld was sonst mit dealen in kurzer Zeit verdient wurde….Aber, wir müssen auch unsere Grenzen der Hilfsmöglichkeiten kennen und sollten Hilfesuchende an „Hauptamtliche“ verweisen und eventuell den oder die jenige dorthin begleiten. Vertrauen aufbauen ist das A und O in unserer Selbsthilfearbeit.

    Die Zeit war eigentlich viel zu kurz um alle Themen länger zu diskutieren und zu verstehen das Lösungen auch in den Selbsthilfegruppen individuell sein sollten.

    Freundeskreis Westerwald, Verein für Suchtkrankenhilfe

    wwwfreundeskreis-westerwald.de

    freundeskreis-westerwald@t-online.de

  • Fest der Freunde

    Nach gefühlt einer Ewigkeit  trafen sich die Mitglieder vom Freundeskreis Westerwald, Selbsthilfegruppe für Abhängige, deren Partner und Kinder zum Fest der Freunde.

    Die Pandemie mit all ihren Einschränkungen war und ist nicht einfach für Abhängige selbst, aber auch für die Familienangehörigen. Einige unserer Gruppen können sich auch jetzt noch nicht zur gewohnten Gruppenstunde treffen, da die Räumlichkeiten noch nicht freigegeben sind. Der wöchentliche Austausch in der Selbsthilfegruppe ist immens wichtig zur Stabilisierung der Abstinenz. „ Es ist meine Lebensversicherung die auch noch völlig umsonst ist. “ war einmal die Aussage einer aktiven Freundeskreislerin welche über viele Jahre zufrieden abstinent gelebt hat.  Und diese Aussage ist auch heutzutage sehr relevant. Der gesellschaftliche Druck wird immer stärker, die seelischen Nöte größer. Nicht nur die Abhängigen finden im Freundeskreis Westerwald  Hilfe, sondern auch Familienangehörige, egal ob der Partner abstinent ist oder noch trinkt. Sucht ist nie das Problem eines Menschen alleine. Deshalb sind auch solche Treffen in der Freizeit so wichtig.  Sich besser kennen lernen in entspannter Atmosphäre, sehen,das anderen Menschen im Prinzip die gleichen Probleme haben, sich nicht alleine fühlen….Was passiert eigentlich in so einer Selbsthilfegruppe? Wir sind keine Sekte, wir können keine Wunder vollbringen aber zuhören und von unserer eigenen Erfahrung sprechen…

    Nur Du alleine schaffst es, aber nicht alleine!

    Die Unterstützung vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz ermöglicht uns solche Veranstaltungen durchzuführen.

    freundeskreis-westerwald.de oder 02688/620

  • Frauenfrühstück 2021, „Gewonnen oder verloren wird zwischen den Ohren“

    Endlich konnten wir vom Freundeskreis Westerwald, Verein für Suchtkrankenhilfe, eine geplante Veranstaltung wieder durchführen.

    Unter Einhaltung aller Hygieneregeln, mit Schnelltest´s aller Teilnehmer begann unser Seminar. Unsere Referentin: „Ressourcen Detektivin und Blickwäscherin“ Ute Heinigk führte uns in die Thematik mit launischen

    Worten ein: „Probleme sind auf den Kopf gestellte Lösungen, warum glücklich sein? leiden ist leichter!….In Kleingruppenarbeit wurde herausgearbeitet das nur ICH etwas verändern kann. Was will ich ändern? Wie soll es künftig sein?

    Andere Blickwinkel schaffen Veränderungen! Was ist eigentlich zwischen den Ohren? Wer hat mein Gehirn mit den Gefühlen, den Glaubenssätzen, den vielen Bildern zu den einzelnen Gefühlen…..programmiert? Ich muss nicht- ich kann und ich darf wenn ich will fast alles !! Nur Wortspielerei? Oder verändert es meine Sichtweise?

    Mit viel Input und neuen Denkanstößen ging ein „fast“ normales Seminar, wo Corona kein Thema war, zu Ende.

    Info gibt es unter www.freundeskreis-westerwald.de oder 02688/620

  • Männerseminar 13.05.2021

    Wahlspruch vom FK: nicht schauen was nicht geht, sondern schauen was machbar ist. Mit mehr Aufwand: Hygieneregeln, Schnelltest. Abstandhalten…..konnten wir vom Freundeskreis Westerwald unser Männerseminar durchführen. Gerade für die Männer, welche in der Corona Zeit hilfesuchend in die Gruppen kamen, war solch eine Veranstaltung wichtig. Ein Gegenpol zum gewohnten „ Vatertag“. Ein Tag ohne Suchtmittel, egal welcher Art. Ein Austausch: wie hast Du es geschafft abstinent zu leben? Was kann ich tun, wenn ich Suchtdruck habe?  Ich bin ein Versager, ich kann noch nicht mal mehr ein Bier trinken! Meine Kumpels konsumieren alle, ich bin allein, wofür denn überhaupt, die Probleme bleiben….Ein Austausch Face to Face ist halt etwas anders wie in einer Videokonferenz, per Whats App oder Telefon. Der Schmied, der diese schönen Sachen in unserem Beisein geschmiedet hat, gehört auch zum Freundeskreis Westerwald. „ Wenn ich den auf der Straße gesehen hätte, hätte ich nie gedacht das er ein Alkoholiker ist“…..Sucht ist nicht immer von außen sichtbar und steht keinem auf der Stirn geschrieben.

    www.freundeskreis-westerwald.de oder 02688/620

  • Corona +  Selbsthilfegruppen

    Wie ich zum Freundeskreis Westerwald kam…trotz Corona und Lock Down……

    Anfang der 80ziger Jahre hatte ich schon eine Therapie gemacht. Danach aber keine SHG besucht. Dann wurde ich ziemlich schlimm krank und fing irgendwann wieder an zu trinken. Wegen meiner Vorerkrankung musste ich immer wieder verschiedene Fachärzte  aufsuchen. So kam ich Anfang 2021 zu einem Psychiater der mir förmlich in den Hintern trat und darauf bestand, das ich sofort mit dem trinken aufhören sollte.

    Am 11.01.2021 besuchte ich dann das erste Mal den Freundeskreis Westerwald in Hachenburg.

    Die Freundeskreisgruppe  konnte sich trotz Lock down treffen, mit Voranmeldung und unter strengen Hygiene Regeln.

    Der Kontakt kam durch die Diakonie Westerburg zustande.

    Beim ersten Besuch war ich sehr nervös, wusste auch gar nicht  was ich sagen sollte. Ich redete bestimmt auch wirr durcheinander. Doch ich wurde so akzeptiert wie ich war.

    Von da an besuche ich regelmäßig die Gruppe und bin abstinent. Ich fühle mich verstanden und gut aufgehoben.

    Petra Mittmann, Alkoholikerin

    Kommunikation und Konflikte , so war das Thema unseres Seminares

    Als erstes wurden die vier Ebenen der Kommunikation durchgesprochen.

    ·  Sachebene: Worüber ich dich informiere. Ampel ist rot!

    ·  Selbstoffenbarung: Was ich von mir offenbare. Ich hab Angst dass Du sie nicht siehst.

    ·  Beziehung: Wie ich zu dir stehe, was ich von dir halte. Ich vertrau Dir in dieser Situation nicht 100%

    ·  Appell: Was ich von dir will. Das Du anhälst

    Da bei einer Äußerung nur die Sachebene beim Empfänger sowie beim Sender in jedem Fall identisch sind, kann es auf den anderen Ebenen zu zahlreichen Missverständnissen kommen. Und schon entstehen die schönsten Konflikte. Welche Umstände begünstigen denn Konflikte?

    Erwartungshaltung, Unverständnis, Kritikunfähigkeit, Provokation, negatives Denken…..alles Sachen die nichts mit der Sachebene zu tun haben. Hier spielen die Gestik, die Mimik und der Ton eine große Rolle, sowohl beim Sender wie auch beim Empfänger. Was sind denn Symptome eines

    Konfliktes? Du- Botschaften, Ignoranz, aggressives Verhalten, es ist keine lösungsorientierte Kommunikation mehr möglich, es geht um Macht, um Recht haben….Wie aber könnten Konflikte vermieden oder gar entschärft werden? Unterschiedliche Meinungen akzeptieren, keine Schuldzuweisungen, statt Du/Ich –Botschaften, keine Unterstellungen oder Beleidigungen aussprechen, ausreden lassen und zuhören ohne zu bewerten, lösungsorientiert argumentieren….

    Es war ein lebhaftes und informatives Seminar, da sich jeder Teilnehmer irgendwo wieder finden konnte und fast alles selbst schon erlebt hat. Egal ob als Sender oder Empfänger.

    Danke an unsere Referentin H. Alef- Bill

  • 40 Jahre Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe  Landesverband Hessen e.V.

         

    Bei strahlendem Sonnenschein, der liebe Gott ist halt ein Freundeskreisler, trafen sich die Gäste in Nieder- Moos um dem Landesverband Hessen zum Geburtstag zu gratulieren. Aus Schleswig- Holstein, Bremen, Thüringen, Baden und Nordrheinwestfalen waren die Landesverbände vertreten. Der Vorsitzende vom Bundesverband der Freundeskreise, Andreas Bosch, war der Einladung gefolgt, und wir vom Westerwald und Freunde aus vielen anderen Freundeskreisen waren natürlich auch mit dabei. Selbstverständlich waren auch die „ Ex Kapitäne“, die das Landesverbandsschiff durch manchen Sturm navigierten, anwesend. Leider war der Einladung vom LV Hessen nur ein Klinikvertreter, Herr Leist von der Salusklinik in Friedrichsdorf, gefolgt. Der neue erste Vorsitzende vom LV Hessen, Thomas Steinhäuser, begrüßte uns mit einfühlsamen Worten und wünschte uns allen einen schönen Tag mit vielen guten Gesprächen, auffrischen von alten Freundschaften aber auch das Kennenlernen von neuen Freundeskreislern. Laut Einladung sollte es eine legere Veranstaltung werden, daher waren die Grußworte der Gäste kurz und bündig, aber dennoch von Herzen kommend, gehalten. Danach konnte das Außengelände im Sonnenschein erkundet oder sich an den Geschicklichkeitsspielen aus Holz, mitgebracht von G. Weyer, erprobt werden. Statt Ehrungen, Erinnerungen an Gründungsmitglieder oder an die Freunde, die leider nicht mehr mitfeiern konnten, wurde dann etwas später ein Ginko Baum gepflanzt. Bei den Chinesen und Japanern werden Ginko Bäume als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt. Passt zu unserer Arbeit in der Suchtkrankenhilfe. Gespendet wurde der Ginko Baum von M. Weimer, deren Mann Peter Weimer, der 2. Vorsitzende vom LV Hessen, erst kürzlich verstorben war. Eine bewegende Aktion.

    Das Nachmittagsprogramm gestaltete die Theatergruppe des LV Hessens mit einem selbst geschriebenen Theaterstück. Gespielt wurden verschiedene Situationen aus Suchtfamilien und  Gruppenstunden. Wie war der Kommentar unserer fleißigen Bedienungen: „so wird Abhängigkeit auch für Laien verständlich“.

    Danach war das offizielle Programm vorbei und es war wieder Zeit für alternative Freizeitgestaltung, sei es Minigolf spielen, rutschen auf der Hüpfburg (dürfen auch Erwachsenen) oder die kniffligen Holzspiele. Mit einem reichhaltigen Grillbuffet endete ein wunderschöner Tag mit Freunden. Herzlichen Dank an unseren Gastgeber: Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe LV Hessen, dem Organisationsteam, angeführt von H. Schön, dem Team vom Hotel Jöckel und Allen die mit Ihrer Anwesenheit für die warme Atmosphäre und einen Tag gelebter Freundeskreis gesorgt haben.

  • Mitgliederversammlung und Familientag beim Freundeskreis Westerwald

    Erst wurde  das gut bestückte Frühstücksbuffet gestürmt und dann die Tagesordnung der Mitgliederversammlung abgearbeitet. Die Sitzung verlief diszipliniert mit vielen konstruktiven Diskussionen zu den Themen: Supervision, für und wider Familientag und Mitgliederversammlung auf einem Tag, Eigenseminar, Kommunikation untereinander….. gelebte positive Vereinsarbeit.

    Dann ging es am Nachmittag ins Adlerland. Einige waren schon einmal  dort, andere stellten es sich so vor: ein Falkner macht eine Vorführung mit seinen Adlern.  Ja es waren Adler da, die konnten aber wegen der Mauser nicht fliegen. Sie waren auch nur das Symbol für das was dann kam. Coaching, Motivationstrainig…oder wie immer es genannt werden konnte.

    “ Was ein Adler nicht sieht, kann er nicht jagen! „

    “ Satte Adler fliegen nicht. Zieh Dich selbst hoch! „

    “ Achte auf Dich. Neue Energie gewinnen! “ 

     “ Was willst Du überhaupt? „

    “ Sei einzigartig und profitiere davon! „

    Das waren nur einige Impulse die uns Markus Ries mit auf den Weg gab. Untermalt mit seiner Stimme, seiner Energie, Lichteffekten, Musik….wird es bei uns bestimmt nachhaltig in Erinnerung bleiben.

    “ Verloren wird zwischen den Ohren“

    dieser Satz ist wohl gerade in unserer Suchtarbeit sehr wertvoll.

    Aber dann kam der grandiose Abschluss: Markus Ries präsentierte uns ein selbst komponiertes Lied mit einer Stimme, die Gänsehaut pur erzeugte. Wir werden uns bestimmt noch lange an diesen Tag erinnern.

    Danke an Alle die dazu beigetragen haben.

    Ein Adler ist stets auf seine Beute, sein Ziel fokussiert