
„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!“ Ein besonderes Seminar in Niedermoos. Was passiert, wenn sich mehrere Selbsthilfegruppen aus verschiedenen Bundesländern in Niedermoos treffen? Es wird ernsthaft geredet, nachgedacht und diskutiert – aber vor allem wird auch ganz viel gelacht! Unser offenes Seminar fand im Gasthof Jöckel statt. Mit dabei waren Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen: Selbst Suchtbetroffene genauso wie Angehörige und Co-Abhängige. Was uns verbindet, ist der gemeinsame Weg und die Entscheidung für ein selbstbestimmtes, abstinentes Leben. Begleitet und geleitet wurde das Seminar von Chris und Achim – zwei wirklich tollen Menschen, die mit viel Herz, Offenheit und Humor dabei waren. Und natürlich durften Ellie und Martha, die stetigen Begleiter von Chris, nicht fehlen. 🐾 Die beiden waren ebenfalls mit von der Partie und sorgten ganz nebenbei für die eine oder andere entspannte Pause und ein Lächeln zwischendurch. Ein Satz, der uns dabei besonders beschäftigt hat: „Ich will nicht“ oder „Ich kann nicht“? Für einen suchtbetroffenen Menschen ist „Ich kann nicht konsumieren“ keine Schwäche. Es bedeutet: Ich weiß, dass ich meine Sucht nicht kontrollieren kann und dass ein erneuter Konsum mich wieder zurückführen kann. Deshalb entscheide ich mich für meine Abstinenz. Und manchmal müssen wir uns auch fragen, ob wir wirklich immer gleich mit dem Kopf durch die Wand wollen. Denn wer weiß schon, was wir im Nebenzimmer vorfinden? Vielleicht ist es besser, kurz innezuhalten, durchzuatmen und nach einer anderen Tür zu suchen. 😉 Genau dafür ist Selbsthilfe da: gemeinsam nach Lösungen suchen, sich gegenseitig Mut machen und feststellen, dass man mit seinen Erfahrungen nicht alleine ist. Es war ein schönes, intensives und vor allem herzliches Treffen in Niedermoos – mit vielen guten Gesprächen, neuen Impulsen und jeder Menge gemeinsamer Momente. Danke an Chris und Achim für dieses tolle Seminar – und natürlich auch an Ellie und Martha für ihre tierische Unterstützung! 🐾 Denn Selbsthilfe darf ernst sein. Aber sie darf auch Spaß machen! Und so nehmen wir ein bisschen Pippi Langstrumpf mit auf unseren Weg: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!“ Selbstbestimmt. Gemeinsam. Abstinent. (Autorin: Melanie Eitelberg)
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